An einem Tisch

Vorbereitung

  • Der Altar ist leer. Er wird während des Gottesdienstes gedeckt.
  • Im Altarraum stehen ein kleiner Tisch und drei Stühle für das Anspiel während des Bußaktes bereitet.

Eröffnung

Wir feiern heut ein Fest Kommt singt, Nr. 155

Liturgische Begrüßung

V: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Hl. Geistes.
A.: Amen.
V.: Der Herr ist mit euch.
A.: Und mit deinem Geist

Einleitung

Tische spielen in unserem Leben eine große Rolle. Ob es der Tisch im Esszimmer zu Hause ist oder der Tisch in einem Restaurant. Auch die Bibel kennt viele Geschichten, die an einem Tisch spielen. besonders von Jesus wird oft erzählt, daß er sich zu Tisch gesetzt hat, mit Zachäus dem Zöllnern, mit Maria und Martha, mit seinen Jüngern beim letzten Abendmahl.

Und auch in unseren Sonntagsgottesdiensten spielt der Tisch eine wichtige Rolle. Im ersten Teil der Messe, dem Wortgottesdienst, wird uns der Tisch des Wort Gottes gedeckt. Die Lesungen aus der heiligen Schrift wollen unseren Glauben Nahrung geben. Im zweiten teil der Messe rückt der Altar in den Mittelpunkt. Um den Tisch des Herrn versammeln wir uns, um miteinander das Mahl der Erinnerung zu feiern. Der Tisch ist ein aussagekräftiges Symbol. Geschichten, die rund um den Tisch ranken, bilden heute den roten Faden für diesen Gottesdienst.

Bußakt

Kinder spielen folgende Szenen:

1. Szene: An einem Tisch sitzen zwei Kinder. Ein drittes Kind kommt hinzu. Die zwei gucken sich an und verlassen den Tisch.

Liedruf: Herr erbarme dich unserer Zeit

2. Szene: An einem Tisch sitzen zwei, die nichts miteinander zu tun haben wollen: Einer guckt bewußt in die Luft, der andere liest Zeitung.

Liedruf: Herr erbarme dich unserer Zeit

3. Szene: Zwei Menschen sitzen am Tisch und streiten. Sie schlagen mit der Faust auf den Tisch und gestikulieren wild.

Liedruf: Herr erbarme dich unserer Zeit.

Glorialied:

Gottes Liebe ist so wunderbar Kommt singt, Nr. 23

Tagesgebet

Guter Gott, wir sind zusammengekommen, um miteinander zu singen, zu beten und zu feiern. Wir sind zusammengekommen, weil wir spüren, daß du uns nahe bist. Laß uns in diesem Gottesdienst erleben, daß Jesus recht hatte als er sagte. Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen. Darum bitten wir dich durch Christus unseren Bruder und Herrn. Amen.

Katechese

Tische können viele Geschichten erzählen. Ein paar haben wir eben im Bußakt vorgespielt bekommen.

(Kinder erzählen, was sie in den Anspielen gesehen haben)

Ja, es gibt traurige Tischgeschichten: Geschichten von Menschen, die keinen Platz am Tisch bekommen, die nicht zu Tisch geladen werden, oder von Menschen, die ganz alleine am Tisch sitzen müssen.

Es gibt aber auch sehr schöne Tischgeschichten. Geschichten von Menschen, die sich um einen Tisch versammeln, die miteinander an einem Tisch sitzen; von Menschen, die gemeinsam Mahl halten, die teilen, was sie haben.

Von Jesus wird im neuen Testament immer wieder erzählt, wie es ihm gelang die unterschiedlichsten Menschen um einen Tisch zu versammeln. und es wird auch erzählt, daß das Erlebnis des gemeinsamen Essen für manche ein entscheidendes Erlebnis in ihrem Leben geworden ist. Eine besonders schöne Tischgeschichte ist im heutige Evangelium aufgeschrieben worden.

Evangelium nach Mt 9,9-13

Jesus kam mit seinen Freunden an eine Zollstation. Am Zoll saß der Zöllner Matthäus.

„Das ist ein ganz schlimmer Ausbeuter!“ flüsterte Petrus Jesus zu. „Der nimmt immer mehr Zoll als er eigentlich darf.“

Jesus schien das Geflüster von Petrus gar nicht zu hören. Er ging zu Matthäus und sagte: „Komm folge mir nach.“

Und Matthäus stand auf, verließ seine Zollstation und nahm Jesus mit zu sich nach Hause. Dort setzten sie sich zu Tisch und es kamen noch viele Zöllner und Sünder, die mit ihm aßen.

Als die frommen Leute das sahen, stellten sie dir Jünger Jesus zur Rede: „Wie kann sich euer Meister mit solchen Leuten an einen Tisch setzen? Das sind doch alles Zöllner und Sünder?“

Jesus aber bemerkte, daß seine Jünger bedrängt wurden und er entgegnete den frommen Männern:

„Lernt doch endlich, was es heißt barmherzig zu sein! Nicht die Gesunden brauchen den Arzt sondern die Kranken. Gerade die Sünder brauchen erbarmen.“

Fürbitten/ Gabenbereitung

Zu den einzelnen Fürbitten wird der Altar gedeckt.

1: Viele Menschen warten darauf eingeladen zu werden, zum Gespräch, zum Spielen, zum Feiern.

2: Wir bringen ein Tischtuch zum Altar, denn der Tisch des Herrn soll schön und einladend aussehen. Alle dürfen kommen, um hier mitzufeiern.

Liedruf: Herr wir bringen in Brot und Wein

3: Krieg, Hunger und Ungerechtigkeit machen die Welt dunkel.

4: Wir bringen Kerzen zum Altar. Unsere Feier soll das Licht der Hoffnung in der Welt am leuchten halten.

Liedruf: Herr wir bringen in Brot und Wein

5: Die Schöpfung ist bedroht. Bäume sterben, Flüsse treten über die Ufer und die Luftverschmutzung nimmt zu.

6: Wir bringen Blumen zum Altar. Wir wollen deine Schöpfung achten und ehren.

Liedruf: Herr wir bringen in Brot und Wein

7: Viele menschen bleiben auf der Strecke. Sie bekommen nicht, was sie zum Leben brauchen.

8: Wir bringen Brot und Wein zum Altar. Wir wollen das, was wir haben, mit unseren Mitmenschen teilen.

Liedruf: Herr wir bringen in Brot und Wein

Einladung an die Kinder

Die Kinder werden eingeladen sich zum Hochgebet um den Altar zustellen. Mit dem Friedensgruß gehen die Kinder wieder auf ihre Plätze.

Gabengebet

Herr, du hast alle Menschen eingeladen sich um deinen Tisch zu versammeln: große und kleine, kluge und dumme, brave und freche, Männer und Frauen. Wir haben den Tisch für das Mahl bereitet. Hilf uns, daß auch wir uns bereiten, damit wir ein herz und eine Seele werden, untereinander und mit dir.

Darum bitten wir dich durch Christus unseren Bruder und Herrn.

Sanctus

Unser Lied nun erklingt Kommt singt, Nr. 48

Lied zur Brotbrechung

An einem Tisch Mein Liederbuch, TVD Verlag, B 90

Nach der Kommunion

Die Erde ist ein großer Tisch
Für jeden gibt’s zu essen.
Und sorgt an diesem Tisch
nicht jeder nur für sich,
wird jeder satt, der Hunger hat
und keiner wird vergessen.

Die Erde ist ein großer Tisch,
den hat uns Gott gegeben.
Wenn jeder etwas rückt.
Den andern nicht erdrückt.
Und nimmt und gibt
und teilt und liebt,
dann kann ein jeder leben.

(Quelle unbekannt)

Schlußgebet/ Segen

Barmherziger Gott, du hast uns an deinem Tisch gestärkt. mit deinem Wort und mit dem Brot der Erinnerung. Laß uns immer wieder Tische finden, an denen wir willkommen sind. Schenke uns selber die Kraft immer wieder für andere Tische zu decken und sie einzuladen.

Dazu bitten wir dich um deinen Segen.
Und so segne uns alle und alle, die uns verbunden sind,
der gütige Gott:
Der Vater, der Sohn un der Hl. Geist.
Amen

Schlußlied

Gott baut ein Haus, das lebt Kommt singt, Nr. 64